Köhler und die Rechtfertigung

Montag, 31. Mai 2010

Horst Köhler tritt zurück.

In seiner entsprechenden Erklärung meint er, die Kritik an seiner Person entbehre jeder Rechtfertigung.

Das ist so nicht ganz richtig. Im Gegenteil, wird jede Kritik an seiner Person ja durchaus mit dem Begleitsatz ausgeliefert, warum man sich zur Kritik berufen fühlt.

Was also in Köhlers Erklärung fehlte, war eine Wertung der jeweils vorgebrachten Rechtfertigungen – also etwa “entbehren jeder schlüssigen Rechtfertigung” oder “entbehren jeder zulässigen Rechtfertigung”.

Ganz aus dem formulierungstechnischen Schneider wäre er allerdings mit der sattsam bekannten Floskel “entbehren jeder Grundlage” gewesen.

Kommentare

  1. Andreas Christian, Wien

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    • Andreas Christian, Wien

      Auch gibt es niemanden, der den Schmerz an sich liebt, sucht oder wünscht, nur, weil er Schmerz ist, es sei denn, es kommt zu zufälligen Umständen, in denen Mühen und Schmerz ihm große Freude bereiten können.

      Um ein triviales Beispiel zu nehmen, wer von uns unterzieht sich je anstrengender körperlicher Betätigung, außer um Vorteile daraus zu ziehen?

      Aber wer hat irgend ein Recht, einen Menschen zu tadeln, der die Entscheidung trifft, eine Freude zu genießen, die keine unangenehmen Folgen hat, oder einen, der Schmerz vermeidet, welcher keine daraus resultierende Freude nach sich zieht?

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  2. Margaga

    Gaga magaga mamamama

     
  3. Margaga

    that’s really the only problem with this plugin – many themes use “includes” and “eval” legitimately, but hackers also use these to get into sites
    having said that, I still use it because you never know know

     
    • Andreas Christian, Wien

      Im Prinzip ist das gut durchdacht.

      Was Du aber vergisst, ist der Umstand, dass nicht alles, was hinkt, ein Vergleich ist.

      In diesem Sinne …

      schöne Weihnachten.


       
  4. Margaga

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    • Margaga

      Eine wunderbare Heiterkeit hat meine ganze Seele eingenommen, gleich den süßen Frühlingsmorgen, die ich mit ganzem Herzen genieße.

      Ich bin allein und freue mich meines Lebens in dieser Gegend, die für solche Seelen geschaffen ist wie die meine.

      Ich bin so glücklich, mein Bester, so ganz in dem Gefühle von ruhigem Dasein versunken, daß meine Kunst darunter leidet.

      Ich könnte jetzt nicht zeichnen, nicht einen Strich, und bin nie ein größerer Maler gewesen als in diesen Augenblicken.

      Wenn das liebe Tal um mich dampft, und die hohe Sonne an der Oberfläche der undurchdringlichen Finsternis meines Waldes ruht, und nur einzelne Strahlen sich in das innere Heiligtum stehlen, ich dann im hohen Grase am fallenden Bache liege, und näher an der Erde tausend mannigfaltige Gräschen mir merkwürdig werden; wenn ich das Wimmeln der kleinen Welt zwischen Halmen, die unzähligen, unergründlichen Gestalten der Würmchen, der Mückchen näher an meinem Herzen fühle, und fühle die Gegenwart des Allmächtigen, der uns nach seinem Bilde schuf, das Wehen des Alliebenden, der uns in ewiger Wonne schwebend trägt und erhält; mein Freund!

      Wenn’s dann um meine Augen dämmert, und die Welt um mich her und der Himmel ganz in meiner Seele ruhn wie die Gestalt einer Geliebten – dann sehne ich mich oft und denke : ach könntest du das wieder ausdrücken, könntest du dem Papiere das einhauchen, was so voll, so warm in dir lebt, daß es würde der Spiegel deiner Seele, wie deine Seele ist der Spiegel des unendlichen Gottes!

      - mein Freund – aber ich gehe darüber zugrunde, ich erliege unter der Gewalt der Herrlichkeit dieser Erscheinungen.

      Eine wunderbare Heiterkeit hat meine ganze Seele eingenommen, gleich den süßen Frühlingsmorgen, die ich mit ganzem Herzen genieße.

      Ich bin allein und freue mich meines Lebens in dieser Gegend, die für solche Seelen geschaffen ist wie

       

Und jetzt Du:

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Urheber & © 2010 sämtlicher Artikel: Andreas Christian, Wien